Wandern im Salzburger Land

Karseggalm & Kitzsteingabel – Großarltal

Eine Wanderung auf dem Salzburger Almenweg über bunte Almwiesen und durch Wälder, vorbei an romantischen Bergseen und Wasserfällen, eine Rast bei Kapellen und Wegkreuzen, das macht den Salzburger Almsommer zu einem einzigartigen Erlebnis.

Karseggalm

Auf 1.603 m ist die Karseggalm – ein beliebtes Wanderziel für jedes Alter. In ca. 1 ¼ h wandern Sie auf diese Alm. Auch Mountainbiker sind herzlich willkommen. Wie zahlreiche andere Almen im Großarltal liegt auch die Karseggalm am Salzburger Almenweg, dem Weitwanderweg durch den Salzburger Pongau.

Mit 400 Jahren ist es die älteste Almhütte im Großarltal. Hier gibt es keinen Strom, der Boden der Hütte ist noch mit Lehm ausgelegt. Auf der Karseggalm fühlen Sie sich beim Betrachten des offenen Feuers und beim Erleben der mühsamen Bewirtschaftung von Hand, um etliche Jahrzehnte in die Vergangenheit zurückversetzt. Ganz besonders ist hier die offene Feuerstelle, wo auch heute noch im kupfernen Kessel der für das Großarltal so typische Sauerkäse hergestellt wird. Eine weitere Spezialität wird hier geräuchert – der Knetkäse. Einmal pro Woche können Sie den Sennleuten zusehen, wie sie den Sauerkäse herstellen (Termine laut wöchentlichem Veranstaltungskalender). Diesen Käse und weitere Spezialitäten aus der eigenen Produktion können Sie bei einer Brettljause verkosten. Die Kinder vergnügen sich in der Zwischenzeit am Spielplatz oder mit den Streicheltieren.

Sollte es einmal später werden auf der Alm, dann sind Sonnenuntergänge auf der Karseggalm sehr empfehlenswert.

Nach der Stärkung in der Karseggalm geht’s los auf den Gipfel „Kitzsteingabel“

Der „Kitzstein“, 2.037 m (wir Einheimische nennen ihn allerdings „Gabel“ – also [Gobbi]) ist einer der nördlichsten Grenzberg zwischen Großarl– und Kleinarltal. Seinen Gipfel samt „Vorgipfel“ zieren insgesamt 3 Kreuze. Zum einen am Vorgipfel das kleine Gedenkkreuz für Rupert Wallner, der hier im Jahr 1955 durch ein Lawinenunglück tödlich verunfallt ist. Unmittelbar daneben wurde kürzlich von Familie Gschwandtl (Maurachbauer, Großarl) ein weiteres Kreuz – ein „Naturkreuz“, gefertigt aus einem alten Lärchenbaum aufgestellt. Ja und dann ist da noch das eigentliche Hauptkreuz direkt oben am Hauptgipfel, das kürzlich am frühen Abend des 4. August bei Sonnenuntergang Ziel einer Wanderung im Großarltal war. Ein herrlicher Abend – voller Schönheit und Vergänglichkeit. Gleichzeitig aber voller bleibender Erinnerung, festgehalten in einer kleinen Bilderserie.